von
Bettina Schragl
27.01.2016

CEO Schumy bei Q-Check: Logistik-Closing in Kürze, sehr hohe Annahmequote bei Vergleichen

IMMOFINANZ-CEO Oliver Schumy war am Dienstagabend zu Gast bei der Q-Check Roadshow von „Der Börsianer“. Chefredakteur Dominik Hojas beleuchtete dabei die Investmentstorys von IMMOFINANZ und Ölfeldausrüster SBO. Gemeinsam sei den beiden Unternehmen etwa ein hoher Streubesitz, relativ hohe Cashbestände, deutliche Kursverluste in den zurückliegenden Wochen und aktuell starke externe Faktoren, die auf das Geschäft wirken – Stichwort Russland bzw. Ölpreis.
Die wichtigsten Punkte kurz zusammengefasst:

CEO Schumy ging auf den zurückliegenden starken Konzentrations- und Optimierungsprozess des Portfolios ein. Jüngster Schritt war der Verkauf des gesamten Logistikportfolios. In dieser Assetklasse haben große Player in den zurückliegenden Jahren den Markt grundlegend verändert und sehr große Portfolios aufgebaut. Die IMMOFINANZ hätte in ihrer Kernregion folglich keine führende Stellung im Logistiksegment mehr erlangen können. Das gesamte Logistikportfolio wurde mit einem Transaktionswert von rund EUR 500 Mio. an Blackstone verkauft. Das Closing sollte in Kürze erfolgen und zu einem Nettomittelzufluss von mehr als EUR 300 Mio. führen, erklärte Schumy.

Als Folge könne sich die IMMOFINANZ vollinhaltlich auf Einzelhandel und Büro konzentrieren. Im Retail ist u.a. die Expansion mit der Retailparkkette STOP.SHOP. angestrebt, die hohe Renditen (rund 8%) aufweist und sehr gut vom Markt angenommen wird.

Zur Beendigung der Anlegerverfahren sagt Schumy: „Mit heutigem Stand sind die Annahmequoten so hoch, dass wir das Thema eigentlich als erledigt betrachten können.“ Erste Zahlungen seien auch bereits erfolgt. Für den mit Advofin abgeschlossenen Vergleich, der mehr als 3000 Anleger umfasst, wurde vom Handelsgericht für Februar ein Vergleichstermin festgelegt. Danach werde auch hier mit der Auszahlung begonnen.

Mit Blick auf Russland, geht Schumy auf die temporäre Mietreduktionen und Wechselkursfixierungen für die Mieter der fünf Moskauer Shopping Center ein. Für ihr größtes Einkaufszentrum, Golden Babylon Rostokino, ist die IMMOFINANZ zudem eine Partnerschaft mit der ECE, dem europäischen Marktführer im Shopping-Center-Bereich, hinsichtlich Management, Vermietung und Marketing eingegangen. „Wir erwarten hier positive Auswirkungen“, so Schumy. Weiters könne eine schwierige Marktphase wie die aktuelle für Kostenreduktionen genutzt werden.

Angesprochen auf die Stimmung an der Börse bzw. mögliche Trigger für den Aktienkurs verweist der CEO auf Russland bzw. eine Erholung des dortigen Marktes. „Dieses Thema bleibt vorerst auch medial bestimmend“. Zudem sei eine steigende Auslastung im Office-Bereich der IMMOFINANZ wichtig: Diese soll per Ende April 2016 bei 80%+ und somit rund fünf Prozentpunkte über dem Niveau von Ende Oktober 2015 liegen.

Im Projektbereich konnte die IMMOFINANZ zuletzt zwei schöne Erfolge in Düsseldorf vermelden: So bauen wir die neuen Firmenzentralen für trivago und die E.ON-Tochter Uniper. „Dabei handelt es sich um zwei der größten Vermietungen, die die IMMOFINANZ je gemacht hat.“

Auf die Frage nach den Ausschüttungen verweist Schumy auf die anstehende Eintragung der Kapitalmaßnahmen, die von der Hauptversammlung am 1. Dezember 2015 genehmigt worden sind und die als Basis für nachhaltige Dividenden dienen sollen. Die Firmenbuch-Eintragung wird in Kürze erwartet. Danach werde sich die IMMOFINANZ detaillierter zur Ausschüttungspolitik äußern.
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