von
Bettina Schragl
24.04.2014

IMMOFINANZ-Chef Zehetner ist "CEO des Jahres" – Preisverleihung im Zeichen der Standortdebatte

„Über 1300 Prozent an Wertzuwachs in knapp fünf Jahren sind eine beachtliche Leistung. Der angekündigte Spin-off der BUWOG tut dem ganzen österreichischen Kapitalmarkt sehr gut“ – so lautet eine der Jury-Einschätzungen für die Kür von IMMOFINANZ-CEO Eduard Zehetner zum „CEO des Jahres 2013“. Bereits zum 9. Mal wurden Mittwochabend in Wien die besten CEOs und CFOs des Landes von Deloitte und dem Börse Express gekürt.Zehetner wurde bereits zum dritten Mal ausgezeichnet, nachdem er in den Jahren 2010 und 2006 (damals für die RHI) zum „CFO des Jahres“ gekürt wurde – er ist damit auch der erste Manager, der in beiden Kategorien gewonnen hat. Die Jury dieser Awards setzt sich übrigens aus den CEOs und CFOs selbst zusammen, sie wählen somit quasi die Besten ihres Fachs.

Die weiteren Gewinner des Abends: Hans Tschuden von der Telekom Austria ist „CFO des Jahres 2013“ in der Kategorie ATX Prime Market. Großer Gewinner in der Kategorie „mid market“ ist der Baukonzern Porr: Karl-Heinz Strauss darf sich hier „CEO des Jahres 2013“ nennen, sein Kollege Christian Maier siegte bei den CFOs. Bei den Anleihe-Emittenten (Kategorie „bond market“) darf sich Franz Wohlfahrt vom Glücksspielkonzern Novomatic nun „CEO des Jahres“ nennen, Thomas Leissing von Egger Holz ist zum wiederholten Male „CFO des Jahres“.

Die Veranstaltung im Wiener Museumsquartier (MQ) stand allerdings nicht allein im Zeichen der Awardverleihung – Deloitte nutzte die Gelegenheit, die Preisträger nach ihrer Einschätzung zu Wettbewerbsfähigkeit und Standortpolitik Österreichs zu befragen – dieser Tage ja ein viel diskutiertes Thema. Und da regierten dann auch im MQ Ernüchterung und Kritik. Österreich brauche große und mutige Schritte, so der Tenor.

Eduard Zehetner auf die Frage, wo er die wichtigsten Hebel sieht: „Wir brauchen eine Steuerreform für Leistungsträger. Damit meine ich jene Arbeitnehmer, deren Einkommen rund um die Höchstbemessungsgrundlage angesiedelt sind.“ Hier sei die Steuer- und Abgabenquote (inklusive den DG-Beiträgen) bei über 50% - das sei „obszön hoch“. Nächster Punkt: „Eine Verwaltungsreform“. Hier verwies Zehetner auf die vom Rechnungshof bereits vor Jahren erarbeiteten Vorschläge. „Ich befürchte, die Regierungsspitze hat sich das noch nicht angesehen.“ Weiters wünscht er sich mehr Selbstbewusstsein für Europa: „Europa muss aufhören, den USA hörig hinterher zu laufen.“

Nachfolgend Bilder von der Veranstaltung . Die Presseaussendung von Deloitte und weitere Fotos finden Sie auch hier:   
http://www.be24.at/blog/entry/692265/fullstory

Bilder: Börse Express / Martina Draper
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